Unsere Geschichte
Der Bezirksschützenverband Grafschaft Diepholz e.V. versteht sich als Interessenvertretung der Schützenvereine in unserer Region.
Um gemeinsame Interessen zu vertreten, die Tradition bewahren, aber auch den Schießsport weiter zu entwickeln, schlossen sich die Vereine aus der Region des jetzigen Altkreises Diepholz im heutigem Landkreis Diepholz 1964 zusammen und gründeten den Bezirksschützenverband Grafschaft Diepholz e.V.
Somit besteht unser kleiner Verband seit nunmehr 62 Jahren (Stand 2026).
Im Gasthaus Laker in Diepholz wurde 1964 von neun Schützenvereinen der Bezirks-Schützenverband Grafschaft Diepholz gegründet. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte im selben Jahr beim Amtsgericht in Diepholz.
Zum ersten Präsidium gehörten: Präsident Otto Heuer, Diepholz (er war später auch Schießstandsachverständiger), Stellvertreter Karl Gieseking, Sulingen, Schatzmeister Willy Meyer, Ossenbeck, Schriftführer Otto Göhlke, Sportleiter Helmut Rieß und Damenleiterin Ingrid Bussmann, alle aus Diepholz.
(von 1964 bis heute hat der Bezirk nur 4 Präsidenten gewählt!)
Der Bezirk gehört seitdem als Mitglied dem Nordwestdeutschen Schützenbund an. Bereits ein Jahr nach der Gründung (1965) richtete man einen Landesdelegiertentag aus, weitere folgten in den Jahren 1977, 1988, 2002, 2015, 2017 und 2025, also zum 7. Mal!
Zu Beginn waren es neun Vereine mit rund tausend Mitgliedern, so waren es ein Jahr später schon 13 Vereine mit 1331 Mitgliedern. Darum richtete man 1968 vier Kreisverbände ein, um eine bessere Organisationsstruktur zu schaffen. 1969 stieg die Zahl der Mitgliedsvereine auf 28 mit 3300 Mitgliedern an. Höhepunkt war das Jahr 2001, der Bezirk hatte 39 Vereine mit 9510 Mitgliedern! In 2025 haben wir 24 Mitgliedsvereine mit insgesamt 6116 Mitgliedern.
Zu unseren Hauptaufgaben gehören:
- Die Organisation von Wettkämpfen auf regionaler Ebene.
- Die Förderung des Schießsports und der Schützenkultur.
- Die Durchführung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Schützen.
- Die Förderung der Kameradschaft und des Vereinslebens.
- Die Unterstützung der Vereine in rechtlichen und administrativen Belangen soweit möglich.
- Der Schießsport, aber auch die Tradition wurde mit den Jahren weiter ausgebaut.
So sind aus unserem Bezirk bereits Europa- und Weltmeister hervorgegangen, ebenso eine Bundeskönigin. Aber auch etliche deutsche Meister konnten im Erwachsenen- und Jugendbereich gestellt werden. Aber, es wird aus den verschiedenen Gründen auch nicht einfacher. Der Nachwuchs wächst nicht gerade auf den Bäumen und „Funktioner“ zu gewinnen erweist sich leider nicht immer als ganz einfach. Man soll jedoch nicht aufgeben.
1980 haben wir damit begonnen das Auflageschießen als Breitensport einzuführen. Hier sollte nicht nur älteren Schützen die Möglichkeit gegeben werden sich schießsportlich zu engagieren, sondern auch Schützen, die nicht nur den reinen Schießsport wie z.B. in den Freihanddisziplinen, auszuüben. Dieses ist uns seinerzeit auch gelungen. Mittlerweile wird das Auflageschießen ja auch als Sport im Deutschen Schützenbund ausgeübt. Vor über 35 Jahren hat unser Verband begonnen, die Vollmitgliedschaften der Vereine gemäß Satzung zu forcieren. Das ist insofern auch gelungen, dass wir zwar weniger Vereine aber mehr Mitglieder gewinnen konnten. Leider hat sich das, wie auch in vielen anderen Bezirksverbänden in unserem Nordwestdeutschen Schützenbund, verändert.
Vereine haben den Schützenbund als solches aus den verschiedenen Gründen leider verlassen. Hier muss gemeinsam daran gearbeitet werden, dass sich dieser Trend nicht weiter fortsetzt. Jedoch sieht es nach den derzeitigen Vorgaben und Handlungen nicht gerade positiv aus. Im Bezirksvorstand haben wir engagierte und positiv eingestellte ehrenamtliche Mitarbeiter, die für unser Gemeinwohl im Bezirks-Schützenverband Grafschaft Diepholz e.V. stehen. Und gerade unsere ehrenamtliche Tätigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Schützenwesens in unserer Region. Wir wollen hoffen, dass dieses auch so bleibt und uns nicht aus überregionaler Ebene in den verschiedenen Bereichen Steine in den Weg gelegt werden. Denn das würde auch Ehrenamtstätigkeiten abschrecken. Mit unserem jetzigen, seit 2004 amtierenden Bezirkspräsidenten Karl-Friedrich Scharrelmann richteten wir nun zum 7. Mal die Nordwestdeutschen Schützentage aus.